...vom kürzeren Streichholz im allwährenden Derby

Nach einer Woche unfreiwilligen Spielfrei hieß es am vergangenen Samstag wieder Spieltag für die Männer des HSV.
Und es war nicht irgendein Spiel angesetzt. Nein, es hieß Derby gegen unsere Nachbarn aus Ruppersdorf. Die Vorzeichen waren aus Herrnhuter Sicht eher dürftig, hatte man doch empfindliche Ausfälle zu beklagen. Allerdings wollte man sich davon nicht entmutigen lassen und das schon gar nicht als Entschuldigung gelten lassen.
Das Fehlen diverser Spieler hatte aber eine unausweichliche Änderung der taktischen Aufstellung zur Folge. Diese und die für uns ungewohnte Ruppersdorfer Hartmieze sorgten dafür, dass sich die Spieler erst finden mussten. Dies dauerte ungefähr eine viertel Stunde.
Die Gastgeber aus Ruppersdorf waren allerdings von der ersten Minute an voll da und spielten aggressiv nach vorn. Somit ergaben sich die ersten Chancen für die Heimmannschaft, die auch eiskalt genutzt wurden. In der fünften Minute wurde ein Angriff über die linke Seite unzureichend geklärt und der Ruppersdorfer Stürmer kam an der Strafraumgrenze in zentraler Position zum Abschluss und vollendete sehenswert und unhaltbar für Jens Maiwald, der zum ersten Mal nach einiger Zeit wieder das Herrnhuter Tor hütete, ins linke Eck

Der erste Dämpfer für unseren HSV und der zweite folgte nur zwei Minuten später. Ein Einwurf des Heimteams wurde nicht sauber verteidigt und Jens Maiwald wurde per Lupfer von der linken Seite im Strafraum überwunden.

Somit stand nach sieben Minuten ein Zwei-Tore-Rückstand zu Buche und machte den ganzen Matchplan zu Nichte. Ruppersdorf spielte weiter offensiv, aber weitere gefährliche Angriffe wurden ohne Gegentor überstanden.
Die Herrnhuter Defensive konnte sich stabilisieren, hatte man die Ordnung doch so langsam hergestellt, und es wurden nun aus Gästesicht erste Versuche nach vorn gestartet.
Ein Abschluss von Fabian Günther landete in der Folge am Außenpfosten, einen Schuss von Daniel Füssel aus spitzem Winkel konnte der Ruppersdorfer Keeper noch parieren und ein Kopfball von Dominik Jähne strich knapp über das Tor der Heimmannschaft.
Diese Chancen verteilten sich über die verbleibende halbe Stunde der ersten Halbzeit, kam es aber kaum zu weiteren Chancen, da die teilweise zu hektische Spielweise dies nicht zuließ.
Bis zum Pausentee zeigt sich den Zuschauern ein ausgeglichenes Spiel und die 2:0 Führung für Ruppersdorf hatte nach den ersten 45 Minuten noch Bestand.
In der Halbzeitpause wurde eine Reaktion gefordert und unser HSV kam verbessert aus der Pause. Man wollte und musste beweisen, dass es besser geht, als in der ersten Halbzeit gezeigt.
Die Herrnhuter Spieler nahmen nun den “Kampf“ besser an und hielten die Ruppersdorfer besser vom eigenen Tor fern, die Angriffe, die es bis zum Herrnhuter Strafraum schafften, wurden verteidigt oder stark von Jens Maiwald vereitelt.
Für die HSV-Offensive war meistens am gegnerischen Strafraum Endstation, das änderte sich erst 15 Minuten vor Schluss.
Durch die ein oder andere geglückte Aktion wuchs die Hoffnung, das Ergebnis doch noch aufholen zu können. Rene Schwob, der auf dem rechten Flügel statt im Tor agierte, kämpfte sich nicht nur einmal bis zur Grundlinie durch, aber die folgenden Abschlüsse waren nicht von Erfolg gekrönt.Kurz vor Schluss fasste sich Anton Jähne ein Herz, tankte sich durchs zentrale Mittelfeld und setze Daniel Füssel auf dem linken Flügel ein. Dieser passte von der Grundlinie in die Mitte und aus dem Gewühl heraus vollendete Max Seffner zum Anschluss für den HSV.

Der Glaube war zurück und kurze Zeit später hätte Max Seffner fast den Ausgleich markiert, aber sein Abschluss wurde vom Schlussmann der Heimmannschaft über die Latte gelenkt.
Es folgte noch der ein oder andere Versuch, aber es blieb bei dem Ein-Tor-Rückstand und der 1:2-Niederlage.

Ein Ergebnis, was knapper klingt, als es vom Spielverlauf her war. Unsere Herrnhuter wachten zu spät auf und am Ende ließ sich die Niederlage nicht mehr abwenden.
Glückwunsch an Ruppersdorf an dieser Stelle zum Derbysieg
Die Personaldecke wurde ebenfalls weiter geschwächt, haben wir doch den Ausfall von zwei weiteren Spielern zu beklagen.
Allerdings werden wir kommenden Samstag versuchen, Wiedergutmachung zu betreiben. Auch in der Hoffnung, dass wir, wie in Ruppersdorf, wieder auf zahlreiche Fanunterstützung bauen können.
Dann heißt es 13:00 Uhr in Großhennersdorf Heimspiel gegen Spitzkunnersdorf und wieder ”Alle gemeinsam für den HSV‟

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