Männer: Derby gegen Ruppersdorf & gegen Tabellenführer Ebersbach

An den vergangenen zwei Wochenenden standen für unseren HSV zwei wichtige Spiele auf dem Plan. Zum einen ging es gegen die Nachbarn aus Ruppersdorf, unabhängig von der Tabellensituation immer ein Spiel mit viel Brisanz und Prestige, gefolgt vom Spiel gegen den Tabellenführer aus Ebersbach.

Das Spiel gegen Ruppersdorf, ausgetragen auf dem Hartplatz in Oderwitz, begann man engagiert von der ersten Minute an, stets präsent in den Zweikämpfen und gewillt, keine Zweifel aufkommen zu lassen, wer an dem Tag als Sieger vom Platz gehen wollte. Jedoch belohnte man sich in den ersten zwanzig Minuten nicht für den eigenen Aufwand. Das Heimteam versuchte Entlastung zu schaffen und Nadelstiche zu setzen, einer dieser Angriffe führte zum ersten Eckball der Partie. Der Ball konnte im ersten Versuch nicht geklärt werden, im zweiten Versuch ging man etwas zu ungestüm zu Werke, was einen Elfmeter für Ruppersdorf und den Rückstand für uns blauweiße Gäste zur Folge hatte. Wir brauchten etwa fünf Minuten um uns zu schütteln, dann wurde der Ball aus der Abwehr flach nach vorn gespielt, Bruno Böhme setzte Leandro Rolle auf dem rechten Flügel ein und dessen Flanke nach innen verwertete Max Seffner zum verdienten Ausgleich. Nun sollte das zweite Tor noch vor der Halbzeitpause folgen, doch die Bemühungen konnten nicht in zählbaren Erfolg umgemünzt werden.

Das sollte sich auch nach dem Pausentee so schnell nicht ändern. Der HSV verlagerte das Spiel nun komplett in des Gegners Hälfte, Entlastung war für die Heimmannschaft kaum noch vorhanden. Doch wir belohnten uns nicht für den geleisteten Aufwand, beste Chancen wurden vergeben oder durch ein gegnerisches Abwehrbein verhindert. Den Bann brach wieder Max Seffner, der nach über 70 gespielten Minuten zur verdienten und erleichternden Führung einschoss. Nur drei Minuten später erhöhte Paul Jantsch zum 3:1 aus Gästesicht, was einer Vorentscheidung gleichkam. Nun konnte man das Spiel kontrolliert zu Ende bringen, Daniel Christ belohnte sich mit einem Treffer, nach Drehschuss im Strafraum, noch für eine engagierte Leistung. Praktisch die letzte Aktion und der Schlusspunkt unter ein größtenteils fair geführtes Derby, bei dem man beim HSV trotzdem einen schwerer verletzten Spieler zu beklagen hatte. Gute Besserung an dieser Stelle an Franz Thiele.

Torfolge:

1:0 Stefan Kristen (24῾)

1:1 Max Seffner (31῾)

1:2 Max Seffner (72῾)

1:3 Paul Jantsch (75῾)

1:4 Daniel Christ (90῾)

 

Eine Woche später war der Spitzenreiter aus Ebersbach auf dem Herrnhuter Kunstrasen zu Gast. Wir hatten einen empfindlichen Aderlass an Spielern zu beklagen, trotzdem stand eine starke und schlagkräftige Heimelf auf dem Platz. Diese kannte von der ersten Minute an nur eine Marschroute, die lautete: nach vorn! Frühe Ballgewinne und daraus resultierende Chancen konnten allerdings nicht genutzt werden. Im Gegenteil, der Gegner aus Ebersbach ging mit der ersten gefährlichen Aktion in Führung. Ein Eckball nach knapp 15 Minuten wurde per Kopf verwandelt und hatte den Rückstand unseres HSV zur Folge. Sichtlich geschockt brauchte unsere Elf einige Minuten, um sich zu sammeln und zum eigenen Spiel zurückzufinden, zwischenzeitlich vereitelte Rene Schwob eine höhere Gästeführung mit einer Glanzparade. Etwa zu Mitte der ersten Halbzeit besann man sich wieder auf das eigene Spiel und wurde gefährlicher. Das Spiel über die Flügel wurde intensiviert, lange Bälle aus dem Spiel und nach Standardsituationen führten zu Chancen. Unter anderem scheiterte Maik Sander per Kopf am stark parierenden Gästekeeper. Leider ging es mit dem Rückstand des einen Tores in die Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit übernahm der HSV sofort wieder das Spiel und drückte die Gäste in die eigene Hälfte. Diese waren aber keineswegs tatenlos, sondern blieben nach Kontern stets gefährlich. Es entwickelte sich ein schnelllebiges Spiel, es ging hin und her. Chancen auf beiden Seiten, die deutlich besseren aber auf Seiten des Heimteams. So vergingen die ersten 25 Minuten wie im Flug und in der 70. Minute belohnte man sich endlich für den eigenen Aufwand. Die Offensive spielte sich auf der linken Seite bis zum Strafraum durch, Paul Jantsch zog ab und traf, durch die Beine des Abwehrspielers, zum umjubelten Ausgleich. Nun war das Momentum erst recht auf Seiten des Heimteams und das wollte man nutzen. Kurze Zeit nach dem Ausgleich traf Maik Sander aus unmöglichem Winkel, mit dem Rücken zum Tor, nur die Querlatte und der Abpraller konnte nicht über die Linie gedrückt werden. Fast im Gegenzug setzte sich bei einem Konter der Gästestürmer auf der rechten Seite durch und passte von der Grundlinie in die Mitte. Den Abschluss des freistehenden Stürmers vereitelte Rene Schwob mit einer Glanztat, beim Nachschuss war er allerdings machtlos. Wieder lag das Heimteam zurück. Es wurde Alles versucht, aber der Ball wollte kein zweites Mal aus Sicht des HSV über die Linie. Leider musste man noch das dritte Gegentor, nach einem Konter und feiner Einzelleistung des Gästestürmers, zum 1:3 Endstand hinnehmen.

Zwei kämpferisch starke Spiele liegen somit hinter uns, leider nur mit drei von möglichen sechs Punkten. Aber auf die gezeigten Leistungen lässt sich aufbauen und diese stimmen positiv für die Zukunft. Wie immer auf hohem Niveau war der Support von außen, Danke dafür. Wir sehen uns hoffentlich am kommenden Wochenende in Oberseifersdorf, Anstoß 15:00 Uhr. #nurechtinblauweiß

Torfolge:

0:1 Nico Schnabel (14῾)

1:1 Paul Jantsch (70῾)

1:2 Hannes Barth (78῾)

1:3 Nico Schnabel (90῾ +2)

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