HSV gewinnt in Mittelherwigsdorf und hält Kontakt zur Spitze

Nach drei wöchiger Auszeit hieß es am vergangenen Samstag endlich wieder Spieltag für unseren HSV. Wir gastierten bei den Traktoristen aus Mittelherwigsdorf.
Die Ausgangslage war klar, wir reisten zum Tabellenführer und hatten das Ziel unsere eigene Tabellenposition zu verbessern und den Gegner tabellarisch nicht enteilen zu lassen.
Die Blau-Weißen hatten sich im Vorfeld viel vorgenommen, aber was die zahlreich mitgereisten Fans zu sehen bekamen, war die fast schon gewohnt lethargisch geführte Anfangsviertelstunde.

Ein Herrnhuter Kopfball landete in der fünften Minute am Querbalken des Mittelherwigsdorfer Tores, aber im Anschluss ging es in die Gegenrichtung. Was folgte waren zwei Nackenschläge in der achten und vierzehnten Minute.
In Spielminute Acht wurde ein langer Ball der Gastgeber unterschätzt und Julian Besser ließ nach zwei Körpertäuschungen unserem Keeper Rene Schwob keine Chance. Der HSV lag, mal wieder, früh zurück.
Doch damit nicht genug. Eine Standardsituation in der vierzehnten konnte im Herrnhuter Strafraum nicht geklärt werden und aus spitzem Winkel, abgefälscht und im hohen Bogen wurde der Herrnhuter Keeper zum zweiten Mal überwunden.
Nur eine Minute später kam Julian Besser wieder aus guter Position im Herrnhuter Strafraum zum Abschluss, doch Rene Schwob blieb stark stehen und parierte. Dies war gefühlt eine Initialzündung, denn nun nahm auch der HSV wieder am Offensivspiel teil. Wir näherten uns dem Tor der Gastgeber an, ohne allerdings groß zwingend zu werden.
Das änderte sich in der 26. Minute. Franz Wenger wurde rechts im Strafraum freistehend eingesetzt und vollendete stark mir Rechts ins lange Eck. Der Anschluss war aus Gästesicht hergestellt und in der Folge spielte nur noch ein Team, unser HSV.
Es wurden weitere gute Chancen herausgespielt, diese wurden allerdings entweder nicht konsequent abgeschlossen oder vom Gegner vereitelt. Man rannte weiterhin dem einen Tor hinterher, bis zur 40. Minute. Eine Flanke von außen wurde unzureichend von der Mittelherwigsdorfer Hintermannschaft geklärt und Max Seffner vollendete vom Elfmeterpunkt zum Ausgleich.
Dieses Tor gab zusätzlich Auftrieb und aufgrund der folgenden Chancen hätten die Gäste mit einer Führung in die Pause gehen müssen. Man belohnte sich aber in der ersten Halbzeit nicht mehr für den Offensivaufwand und es ging mit 2 zu 2 in die Halbzeit.
Das Momentum war klar auf Herrnhuter Seite und man wollte den Schwung aus der ersten Halbzeit mit in die zweite Halbzeit nehmen. Das gelang aber nicht ganz. In den Anfangsminuten des zweiten Durchgangs spielte sich das Spiel eher zwischen den Strafräumen, und nicht darin, ab.

Kein Team konnte sich ein Übergewicht erspielen und Gefahr entstand nur bei Versuchen aus der Distanz. Wobei die Gastgeber einen Tick gefährlicher, aber auch nicht erfolgreicher, agierten.
So dauerte es bis zur 62. Minute bis zur nächsten Herrnhuter Chance. Diese hatte es aber in sich. Franz Wenger wurde wieder fein im Strafraum freigespielt, legte sich Ball und Keeper zu Recht und vollendete zur blauweißen Gästeführung.
Diese Führung verdiente man sich in den folgenden Minuten, denn was folgte, nennt man in anderen Sportarten wohl ”Powerplay‟. Wir erspielten uns Chance um Chance, eine besser als die andere, doch nutzten keine, um den Sack frühzeitig zuzumachen.
Und zehn Minuten vor Schluss bewahrheitete sich ein ungeschriebenes Fussballgesetz. Wie heißt es so schön: ”Wer die Tore vorne nicht macht, kriegt sie hinten rein‟. Ein gegnerischer Einwurf wurde im Herrnhuter Strafraum verlängert und der folgende Abschluss aus fünf Metern fand über den Innenpfosten den Weg zum Ausgleich für die Gastgeber ins Tor.
Ein erneuter Schockmoment für die Gäste, der aber postwendend verdaut wurde. Die Blau-Weißen waren gewillt, erneut in Führung zu gehen. Die Gastgeber wurden wieder in die eigene Hälfte gedrückt und fünf Minuten vor Schluss wurde das Glück praktisch erzwungen. Jeremy Hofmann wurde unüberhörbar im Strafraum getroffen und dem fälligen Elfmeter nahm sich Franz Wenger an und verwandelte zur erneuten Gästeführung.
Diesen Vorsprung wollten wir nun auf keinen Fall mehr hergeben und mit ein bisschen Glück und Geschick wurde die Führung über die Zeit gebracht. Dem Schlusspfiff folgte große Erleichterung, aber für großen Jubel fehlte dem Großteil der Mannschaft die Kraft. Der tiefe Platz und die stark spielenden Gastgeber hatten ordentlich Körner gekostet.
Aber am Ende stehen drei immens wichtige Punkte. Glückwunsch an das Team, Glückwunsch an Franz Wenger zu seinen drei Toren.
Mit diesem Erfolgserlebnis verabschieden wir uns in die mehrwöchige Pause. Wir hoffen, wir sehen uns bald wieder. Bleibt gesund, passt auf auch auf und in Gedanken sind wir Blau-Weißen vereint und stehen ”Alle gemeinsam für den HSV‟.

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